Auf Learning Journeys erkennen, wohin die Reise geht.

Neugierig durch die Welt

Reisen bildet. Das weiß auch die TeamBank. Und macht etwas Neues aus der alten Binsenweisheit: Auf Learning Journeys können sich Mitarbeiter anschauen, wie anderswo auf der Welt gearbeitet wird. Die Erfahrungen und Impulse tragen sie dann wieder ins eigene Unternehmen. Dabei kommt es nicht auf ein bestimmtes Ergebnis an: Hauptsache spannend. Hauptsache mal über den Tellerrand hinausgeschaut.

 

Reisen auf Kosten des Arbeitgebers? Kaum zu fassen. Das fand auch Kevin Nouar. Er arbeitet bei der TeamBank in Nürnberg im Kundenservice-Center. 2014 hat er hier angefangen und gleich am ersten Tag vom Konzept der Learning Journeys gehört: 10.000 Euro Budget stellt der Arbeitgeber TeamBank für eine bis zu 14-tägige Lernreise zur Verfügung. Die Learning Journey bietet die Chance, neue Arbeitspraktiken, Strategien und Herangehensweisen in anderen Ländern kennenzulernen und daraus Ansätze und Ideen für den eigenen Verantwortungsbereich abzuleiten. Den guten Ideen sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Hauptsache die Reise bringt bereichernde Inspirationen. Wie gesagt – kaum zu fassen. „Als ich davon gehört habe, wusste ich sofort: Dafür bewerbe ich mich eines Tages“, erzählt Kevin Nouar begeistert.

Doch: Keine Learning Journey ohne Konzept. Und genau daran hat Kevin Nouar mit einem Kollegen einige Monate getüftelt. Das Ziel: Ein Blick hinter die Kulissen der Unternehmen zu werfen, die in Sachen Kundenservice weltweit führend sind. Um sich vor Ort und im persönlichen Gespräch anzuschauen: Was machen die eigentlich richtig? Könnten wir etwas dazulernen? „Das war nicht nur leicht“, bekennt Kevin Nouar ganz offen. So riesige und renommierte Unternehmen wie Amazon, American Express, Sony oder Electronic Arts sind oft nicht so einfach für Vorhaben außer der Reihe zu gewinnen. „Bei Amazon hatten wir zwischenzeitlich bis zu zwölf Ansprechpartner, die über unser Anliegen, uns ihren Kundenservice vorzustellen, entscheiden mussten“, erinnert sich Kevin Nouar an die größten Herausforderungen. „Da kam mir natürlich die Beharrlichkeit zugute, die ich als Mitarbeiter im Kundenservice ohnehin mitbringen muss. Andere Unternehmen wie American Express oder Sony waren dagegen sofort richtig begeistert von unserer Idee.“ Am Ende stand ein Reiseplan: Zwei Wochen, zwei Kontinente, fünf Stationen: New York City (American Express), San Francisco (Electronic Arts), Seattle (Amazon), Tokio (Sony), Hong Kong (Bank of East Asia).

Kevin Nouar und sein Kollege hatten nicht nur ein gutes Konzept. Sie hatten auch eine Idee, um die Reise für die Kollegen zuhause zu dokumentieren. Ein Video von jeder Station mit viel Witz, Charme und Landesimpressionen aufbereitet, bescherte Ihnen eine riesige Fangemeinde. Mit Selfie-Stick und Panorama-Kamera rückten Sie bei den Unternehmen an, filmten Führungen und stellten gezielte Fragen nach Servicementalität und Zukunftsvisionen im Kundenservice. „Wir haben uns mit der Aufbereitung viel Mühe gegeben. Das kam an – die Learning Journey hat unheimlich viele Likes und positive Kommentare. Auch später haben wir in etlichen Vorträgen tolles Feedback für unsere Dokumentation bekommen.“

Mit dem Taxi ging es zur Bank of East Asia, wo Kevin Nouar und seinen Kollegen spannende Erkenntnisse über die asiatischen Finanzmärkte erwarteten.

In New York stand ein Termin mit einem Vertreter von American Express an. Interessante Einblicke in das amerikanische Finanz- und Kreditwesen waren garantiert.

Eine der Stationen während der Learning Journey war das Electronic Arts (EA) Office in San Francisco. EA blickt auf viele Erfolge im Gamingbereich zurück.

Eine Learning Journey soll die Sinne schärfen und Einblicke in andere Arbeitsweisen und Mentalitäten bieten. Und im allerbesten Fall liefert sie auch noch eine Verbesserungsidee für die TeamBank mit. Kevin Nouar und sein Kollege fanden den Umgang mit Kritik nachahmenswert. „In Japan entschuldigen sich viele Führungskräfte persönlich bei den Kunden, wenn ein Fehler passiert ist. Das kommt sehr gut an und wir haben das in unserer Abteilung jetzt auch umgesetzt.“ Insgesamt hat er viel von seiner Reise mitgenommen. Spannende Kontakte in anderen Ländern, der fachliche Austausch, der besonders sensible Umgang mit Kunden in Japan. Und was dazu kommt: Durch die positiven Reaktionen von Kollegen hat er die TeamBank und ihre Menschen noch mal ganz anders kennengelernt. Sein Fazit: „Wir sind eben keine normale Bank. Die Menschen, die Zusammenarbeit und das große Vertrauen der Bank in die Mitarbeiter sind etwas Besonders. Das merken auch unsere Kunden.“

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