Studie: Finanzielle Stimmung droht zu kippen – viele Deutsche sprechen nicht über ihre Finanzen
- Mehr als ein Drittel der Deutschen macht sich aufgrund gestiegener Energiepreise Sorgen über die finanzielle Situation.
- 36 Prozent der Befragten teilen finanzielle Details nicht einmal in der Partnerschaft.
Die finanzielle Stimmung der Deutschen ist so gedrückt, wie noch nie seit Beginn der Erhebung des TeamBank-Liquiditätsbarometers im Jahr 2016. Gleichzeitig spricht nicht einmal die Hälfte der Deutschen mit der Partnerin oder dem Partner ganz ohne Tabus über die eigenen Finanzen. Weniger als ein Viertel weiht Eltern oder Geschwister in alle Details zu Ausgaben, Ersparnissen oder finanziellen Sorgen ein. Die Mehrheit regelt ihre Finanzangelegenheiten lieber selbst und spricht nur eingeschränkt darüber. Das sind Ergebnisse des repräsentativen TeamBank-Liquiditätsbarometers, für das über 3.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren befragt wurden.
Der Indexwert des TeamBank-Liquiditätsbarometers liegt aktuell bei +1,75 Punkten und hat sich seit Herbst 2025 deutlich verschlechtert. Noch vor wenigen Monaten bewerteten viele Deutsche ihre finanzielle Lage trotz aller Unsicherheiten als stabil. Inzwischen hat sich die Stimmung deutlich eingetrübt. Zwar bezeichnen 59 Prozent der Befragten ihre Lage als gut, doch im Vergleich zur Vorbefragung ist dieser Wert um fünf Prozentpunkte gesunken. 36 Prozent der Deutschen blicken zudem pessimistisch in die Zukunft. Sie befürchten, dass sich ihre Lage in den nächsten drei bis fünf Jahren verschlechtern wird, was einen Anstieg um zehn Prozentpunkte seit Herbst 2025 bedeutet. Besonders groß ist diese Angst bei Frauen und Männern im Alter ab 50 Jahren.
Vor allem Ältere schweigen über Geldangelegenheiten
Ein Grund für den Pessimismus sind die gestiegenen Energiepreise. Die jüngsten Preissteigerungen bei Energie sowie geopolitische Unsicherheiten bereiten 38 Prozent der Bürgerinnen und Bürger deshalb Sorgen um ihre finanzielle Situation. Während die Jüngeren offener über finanzielle Probleme reden, zeigen sich die Älteren ab 50 Jahren deutlich verschlossener. Nur 43 Prozent sprechen in der Familie, etwa mit ihren Geschwistern, über Ersparnisse oder Ausgaben. Zum Vergleich: Bei den unter 30-Jährigen machen das 76 Prozent und bei den unter 50-Jährigen 63 Prozent.
„In Zeiten anhaltend steigender Lebenshaltungskosten, zunehmender Unsicherheiten am Arbeitsmarkt und eines spürbaren gesellschaftlichen Wandels wächst für viele das Bedürfnis nach finanzieller Orientierung und Sicherheit“, sagt Christian Polenz, Vorstandsvorsitzender der TeamBank AG. „Umso wichtiger ist es, dass über Geld offen gesprochen wird – in Familien, Partnerschaften und der Gesellschaft insgesamt. Finanzielle Resilienz entsteht durch Transparenz, Information und den offenen Austausch über finanzielle Herausforderungen.“

Marc-Olivier Weber
Pressesprecher TeamBank AG
Telefon: +49 911/ 53 90 – 12 45 E-Mail: marc-olivier.weber@teambank.de