Umfrage: Deutsche blicken skeptischer auf ihre Finanzen
- Liquiditätsindex sinkt im Herbst 2025 weiter
- Vor allem Ältere spüren, dass es ihnen finanziell schlechter geht
Mit Blick auf die eigene finanzielle Situation sinkt der Optimismus der Deutschen. Das Liquiditätsbarometer liegt aktuell bei + 8 Punkten auf einer Skala von +100 bis -100. Damit setzt sich ein Trend fort: Im Vergleich zum Frühjahr 2025 ist der Wert um einen Punkt, im Vergleich zum Sommer 2024 um 3,5 Punkte gesunken. Vor allem die ältere Generation blickt mit Sorge in die Zukunft. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Studie „TeamBank-Liquiditätsbarometer 2025“, für die 3.100 Personen ab 18 Jahren in Deutschland befragt wurden.
Der Wert von plus acht Punkten zeigt, dass die eigene finanzielle Situation trotz aller Unsicherheiten noch als stabil wahrgenommen wird. Fast zwei Drittel der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger schätzen ihre finanzielle Situation aktuell als mindestens gut ein. Gleichzeitig sagt rund die Hälfte, finanziell sei in den vergangenen zwölf Monaten alles unverändert geblieben. 28 Prozent spüren dagegen eine Verschlechterung ihrer Lage, darunter vor allem Menschen ab 50 Jahren. 31 Prozent der älteren Generation nehmen eine Verschlechterung ihrer finanziellen Lage wahr.
Über 50-Jährige sind mit ihrer finanziellen Situation unzufrieden
Wie weit die Einschätzungen zwischen den Generationen auseinandergehen, zeigt auch das deutliche Altersgefälle des Liquiditätsindex: Jüngere Menschen sind mit ihrer finanziellen Situation deutlich zufriedener als ältere Menschen. Während der Indexwert der unter 30-Jährigen aktuell bei 27 Punkten liegt, bleiben die über 50-Jährigen mit minus drei Punkten weiterhin im negativen Bereich. Die Unterschiede zwischen den Generationen zeigen: Ältere Menschen achten stärker auf Sicherheit. Sie verfügen oft über mehr Erfahrung mit wirtschaftlichen Schwankungen und bewerten Risiken entsprechend vorsichtiger. Die Jüngeren setzen dagegen auf Chancen und gehen optimistischer mit Veränderungen um.
Jüngere hoffen auf eine bessere Zukunft
Nach den kommenden drei bis fünf Jahren gefragt, sinkt die Zuversicht in der Bevölkerung insgesamt: Nur noch 37 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger rechnen mit gleichbleibenden finanziellen Bedingungen. Im Juni/Juli 2024 waren es mit 40 Prozent noch drei Prozentpunkte mehr. Drei von zehn Befragten gehen hingegen davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation mittelfristig mindestens etwas verschlechtern wird. „Die Reallohnverluste infolge der Preissteigerungen der letzten Jahre belasten weiterhin die Kapitaldienstfähigkeit vieler Haushalte. Dass die wirtschaftliche Zuversicht sinkt, überrascht daher nicht“, so Christian Polenz, Vorstandsvorsitzender der TeamBank AG.
Vor allem die Älteren bleiben pessimistisch: Rund vier von zehn der über 50-Jährigen erwarten, dass ihre Situation gleichbleibt oder sich sogar verschlechtern wird. Rund jeder vierte Befragte unter 50 Jahren rechnet hingegen mit einer Verbesserung der eigenen finanziellen Situation – deutlich mehr als in der älteren Generation.
Marc-Olivier Weber
Pressesprecher TeamBank AG
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