MINTful in der TeamBank – ein Gespräch mit Bankerinnen

Die Welt der Daten und der IT ist aktuell spannender denn je. Rasante Geschwindigkeiten, komplexe Herausforderungen und vielfältigste Aufgaben sind schon lange nicht mehr nur für Männer interessant. Immer mehr junge und begabte Frauen finden ihre Passion darin. Für den Girls’Day 2021 haben wir mit zwei Kolleginnen gesprochen, die den Sprung in die Bits und Bytes in der TeamBank gewagt haben und euch über ihren Weg, ihre Aufgaben und auch Herausforderungen berichten.

Betrügern immer ein Stück voraus – als Data Scientist in einer Bank

Daten, Daten, Daten. Jeder Mensch besitzt eine Vielzahl persönlicher Daten, die seine Identität bestimmen. Dazu gehören einfache Informationen, wie Name, Geburts­datum und auch Kontonummern. Diese Daten sind für Betrüger bares Geld wert, indem sie diese beispielsweise für Käufe im Internet nutzen. Betrügern immer ein Stück voraus zu sein, daran arbeitet Veronika Haaf. Die 28-Jährige modelliert als Data Scientist mit den Teams aus der Produktabteilung Szenarien, die Betrugswahrscheinlichkeiten sichtbar, damit kalkulier- und entdeckbar machen. Dabei hätte es sich die Informatikerin vor ein paar Jahren nicht träumen lassen, einmal in einer Bank zu arbeiten, bzw. überhaupt so tief in die Welt der Daten einzusteigen. Als Schülerin besuchte die Coburgerin ein musisches Gymnasium. Mathe war ihr zwar gelegen, aber es brauchte den „Stups“ vom Bruder, der ihr die Informatik empfahl. „Unter dem Berufsfeld konnte ich mir ehrlich gesagt anfangs nicht viel vorstellen“, erinnert sich Veronika. „Ich habe das Studium angefangen, auf gut Glück, und bin dann einfach reingewachsen.“ Fasziniert vom Thema absolvierte sie ihren Bachelor in Medieninformatik und anschließend den Master in Bild- und Signalverarbeitung. Ihre erste berufliche Station führte sie ins österreichische Salzburg und anschließend dann in die TeamBank-Zentrale nach Nürnberg. „Daten zu analysieren und Potenziale aus ihnen zu generieren – sowohl für unsere Kundinnen und Kunden, als auch uns intern – das ist Data Science“, beschreibt Veronika ihre Aufgaben. Und es ist noch viel mehr als das. Data Science betrifft Daten ganz allgemein, das kann wirklich alles sein von Textverarbeitung bis hin zur Analyse von Bildern. „Zusammen mit der Fachabteilung analysiere ich aktuell Warenkörbe im E-Commerce und schaue genau, welche Muster es gibt, wenn diese von Betrügern genutzt werden. Ein Kollege entwickelt unseren Chatbot weiter, so dass dieser in Zukunft noch komplexere Aufgaben eigenständig übernehmen kann.“ Heute begeistert sie vor allem die Vielfältigkeit in diesem Beruf. „Es gibt jede Menge Fragestellungen in verschiedensten Branchen und Bereichen und eben genauso viele Ansätze um Lösungen zu generieren“, so Veronika.

Keine Angst vor Neuem – das Berufsfeld ist so vielfältig

Ähnlich vielfältig war und ist es auch bei Christine Hennighausen. Als promovierte Psychologin leitet die 35-Jährige heute als Führungskraft die Abteilung Data Analytics Communications bei der TeamBank. „In meinem ersten Job habe ich für eine große Direktbank gearbeitet. Im Innovationsbereich war ich als Verhaltenspsychologin tätig“, so Christine. Bereits während der damaligen Tätigkeit kam sie immer öfter neben der Psychologie auch mit statistischen und analytischen Themen in Berührung. Als Christine sich schließlich 2017 für die TeamBank entschied, stand der Bereich Data Analytics noch ganz am Anfang. „Alles war ganz neu und befand sich gerade im Aufbau. Ich habe damals als Datenanalystin für Consumer Intelligence angefangen“, erinnert sie sich heute. „Anfang letzten Jahres habe ich dann die Projektleitung für unser neues Data Warehouse übernommen und durfte so noch tiefer in Datenarchitekturen eintauchen. Meine bisherigen Erfahrungen mit Datenbanken, der starke Kundenfokus und mein Faible für Analysethemen haben gut zu der neuen Herausforderung gepasst“, erzählt Christine. Als Abteilungsleiterin ist sie inzwischen deutlich weniger als Fachexpertin unterwegs, sondern vielmehr dafür verantwortlich, ihrem Team den Rücken zu stärken und neue Wege aufzuzeigen. „Ich schätze insbesondere das crossfunktionale Arbeiten mit Fachbereichen und überlege mir auch, in welche Richtung sich unsere Themen strategisch weiterentwickeln“, zählt Christine als Beispiel für weitere Tätigkeiten auf.

Die Tech-Branche ein Boys-Club?

Doch wie sieht es im Umfeld der beiden Frauen aus? Gab es eher Unterstützung oder doch den einen oder anderen „Nasenrümpfer“ ob der Berufswahl? Dies fragen wir beide: „Das häufigste Vorurteil, das ich erlebe ist, dass Kollegen vermuten, ich als Psychologin würde sofort jeden analysieren. Das hat aber weniger damit zu tun, dass ich eine Frau bin“, sagt Christine mit einem Augenzwinkern. „Nein, ich muss wirklich sagen, dass ich dankbar bin, dass wir hier einen sehr offenen und innovativen Bereich haben. Das habe ich so noch nicht erlebt“, erzählt Christine von ihrer Anfangsphase im Bereich Data Analytics in der TeamBank. „Bedenken gab es eher von meiner Familie: Beispielsweise wurde ich gefragt, ob ich mir diese technischen und analytischen Aufgaben im Datenbereich zutraue. Diese Vorurteile kamen vor allen Dingen durch ein traditionelleres Rollendenken“, erinnert sie sich.

Eure Tipps für junge Menschen

Die Data- und IT-Branche ist vielfältig, da sind sich beide einig. „Die eine Branche gibt es genauso wenig wie die eine Lösung. Nicht miteinandervernetzte Datenquellen bieten enorme Potenziale und diese zu heben, braucht Neugierde und Kreativität. Insofern geht euren Wegen und euren Interessen nach. Sammelt Erfahrungen durch Praktika, recherchiert im Internet und nutzt solche Gespräche wie den Livetalk mit uns, um euch selbst ein Bild zu machen“, empfiehlt Veronika. Und auch Christine ergänzt: „Ich möchte euch, den Mädchen und jungen Frauen da draußen Mut machen, auch den Schritt in diese Branche zu gehen. Es ist jetzt die richtige Zeit. Unternehmen und Institutionen müssen schneller, agiler werden, die Herausforderungen werden komplexer. Neue Wege, neue Kompetenzen und Skills sind erforderlich. Insgesamt sind viele Eigenschaften gefragt, die Frauen mitbringen, unabhängig davon ob es um Fach- oder Führungsexpertise geht“, sagt Christine zusammenfassend.

Wer mehr über Christine und Veronika erfahren und sie persönlich kennenlernen möchte, der kann sich für ihren Livetalk beim Girls’Day am 22. April 2021 anmelden. Die Anmeldung erfolgt direkt über die Website des Girls’Day

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