„Und was hast du versemmelt?“

Diese Frage stelle ich meinen KollegInnen im Semmelfrühstück: Ein Format, bei dem es darum geht, eigene Fehler offen zu kommunizieren und seine Erfahrungen mit den KollegInnen zu teilen. Das Ziel ist es, dass wir von den Fehlern Einzelner lernen können und diese Fehler damit richtig wertvoll werden. Das alles im Sinne der Fehlerkultur.

Kurz zu mir: Ich bin Anh, bin 22 und arbeite seit knapp zwei Jahren in der TeamBank. Meine Aufgabe ist es unter anderem im agilen Transformationsteam zu unterstützen. Im Zuge dessen habe ich im März 2020 die Veranstaltungsreihe „Semmelfrühstück“ in der Bank eingeführt.

Aber nochmal von Anfang an

Im Zuge der agilen Transformation habe ich mir intensiv Gedanken über die agilen Werte gemacht. Werte wie Commitment, Fokus, Offenheit – um nur ein paar zu nennen – wollen wir in der Bank für eine bessere Zusammenarbeit stärken. Dabei habe ich mich aber gefragt: „Offenheit… sind wir wirklich so offen? Bin ich wirklich so offen, wie ich glaube?“

Nach längeren Überlegungen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich es nicht bin. Ich bin total perfektionistisch, will immer alles richtig machen und tue mich schwer damit, Fehler zuzulassen und neue Dinge ohne Erfolgsgarantie auszuprobieren. Diese Einstellung an mir selbst hat mir gar nicht gefallen und genau deshalb musste das Semmelfrühstück her.

Als ich meiner Führungskraft die Idee vorgestellt habe und wir unsere Gedanken dazu miteinander ausgetauscht haben, war sie begeistert. Und obwohl mich das natürlich gefreut hat, schwirrten die Gedanken „Events unter meiner Moderation sind doch für viel erfahrenere Kollegen nicht interessant“ und „‘Jaja, die Werkstudenten machen Fehler.‘ Da lachen mich dann alle aus.“ in meinem Kopf und ich wollte die Idee fast wieder verwerfen. Doch meine Führungskraft hat mich bestärkt und wir haben es einfach gemacht.

Die einzige Hürde dabei: MitarbeiterInnen zu finden, die offen über ihre eigenen Fehler vor Publikum berichten wollen. Nach einer mühseligen und wirklich laaaangen Suche hatten wir letztendlich zwei wundervolle Referenten für das erste Semmelfrühstück gefunden, die ihre Learnings mit uns allen geteilt haben. Es war super! Das Feedback von allen Seiten war einfach nur positiv, sodass wir mittlerweile schon Anfragen für weitere Semmelfrühstücke haben und das nächste auch bereits umgesetzt wurde. Die KollegInnen melden sich nun sogar ganz von selbst, dass sie eine Geschichte zu teilen haben und ob wir nicht noch auf der Suche nach weiteren Speakern wären.

Na, und nun?

Für mich war das ein voller Erfolg und ich bin froh, die Sache gestartet zu haben. Es ist eine schöne Veranstaltungsreihe für alle TeamBankerInnen, die uns alle von- und miteinander lernen lässt… Und Spaß macht’s auch noch!

Ich habe von unseren bisherigen Speakern so viel mitnehmen können und freue mich auch schon auf die nächsten. Mit jeder Story wird mir klarer, dass es nicht so schlimm ist, Fehler zu machen. Schlimm wäre es, wenn wir uns ständig von der Angst vor Fehlern im Leben – ganz egal, ob beruflich oder privat – einschränken lassen würden.

Für mich persönlich habe ich das Gefühl, dass ich mithilfe der Semmelfrühstücke mit viel mehr Leichtigkeit durchs Leben gehe und das Unperfekte nicht mehr so verteufle. Danke an alle mutigen KollegInnen, die mich das gelehrt haben und werden!

Nobody’s perfect and nobody has to be!

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